09.10.
2013

Jim Rakete: Stand der Dinge

Mittwoch, 09. Oktober 14:52

Ausstellung im Kloster Unser Lieben Frauen
Ausstellung in Kooperation mit den 3. Filmkunsttagen Sachsen-Anhalt und 
dem Filmmuseum Frankfurt/Main 

 

In den Jahren 2009 bis 2011 hat Jim Rakete (geb. 1951 in Berlin) exklusiv 
Legenden, Macher und Talente des deutschsprachigen Kinos fotografiert. 
Entstanden ist die Porträtreihe Stand der Dinge, die ursprünglich als über-
schaubare Hall of Fame geplant war, sich dann aber zu einer umfangreichen 
Schau für die neuen Ausstellungsräume des Deutschen Filmmuseums 
entwickelte.

Alle Porträtierten haben sich mit einem Requisit oder für sie bedeutenden 
Gegenstand ablichten lassen, mit dem sie eine persönliche Erinnerung ihrer filmischen Laufbahn verbindet. Auch veranschaulicht der Bilderreigen ein-
drucksvoll die eigentliche Besonderheit von Jim Rakete, nämlich das gleich-
berechtigte Dreiecksverhältnis Fotograf – Fotografierter – Betrachter : 
Man muss nicht zu den Prominenten aufschauen, hier begegnet man ihnen 
auf Augenhöhe.

Entgegen seiner Gewohnheiten hat Jim Rakete den Stand der Dinge in Farbe fotografiert, was der zentralen Rolle der Objekte geschuldet ist, die als Teil 
einer filmischen Welt gewollt auf eine andere Ebene verweisen. Im Gegensatz
zu seiner vorhergehenden großen Porträtreihe 1/8 sec., ist der Stand der Dinge digital fotografiert. Statt nur weniger Plattenaufnahmen, machte der Fotograf 
diesmal eine Vielzahl von Aufnahmen pro Shooting. Eine völlig andere Heran-gehensweise, doch ist im Ergebnis auch diesmal Raketes sanfter, klarer Stil 
deutlich erkennbar.